Keine Gebühren für städtische Kindergärten, Horte und Tagesheime in Lockdown-Zeiten

SP-Stadträtin Mayr freut sich über sozialdemokratische Handschrift in Innsbruck

In jedem der bisherigen Lockdowns hat die Bundesregierung Eltern aufgerufen, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, aber gleichzeitig einen „Notbetrieb“ in den Kindergärten, Horten und Tagesheimen angeordnet. Die städtischen Einrichtungen waren alle geöffnet und haben all jene Kinder und Jugendlichen, die nicht zuhause bleiben konnten, wie gewöhnlich bestens betreut.

„Für uns war klar, dass das Betreuungsangebot für alle, die es brauchen, zur Verfügung stehen muss. Genauso war klar: Die Familien, die ihre Kinder zuhause betreut haben, sollen nicht für eine Leistung bezahlen, die sie nicht konsumiert haben. In den Zeiten, in denen empfohlen wurde, die Kinder zu Hause zu betreuen, haben wir daher die Gebühren generell ausgesetzt“, erklärt die zuständige SP-Stadträtin Elisabeth Mayr die Beweggründe, dass für die betreffenden Wochen und Monaten der wiederholten Lockdowns keine Betreuungsgebühren eingehoben wurden (Märzhälfte, April, Novemberhälfte sowie Dezemberhälfte im Jahr 2020, Jänner 2021). „Im Februar-Gemeinderat haben wir einen entsprechenden Beschluss für den letzten Lockdown gefasst. Nicht in allen Gemeinden in Tirol wird das so gehandhabt, da es nur im ersten Lockdown im Frühjahr eine finanzielle Unterstützung des Landes dafür gab. In Innsbruck setzen wir hier bewusst ein soziales Signal“, freut sich Mayr, dass mit dem Erlassen der Gebühren für die städtischen Kinderbildungseinrichtungen besonders Frauen und Familien mit geringem Einkommen unter die Arme gegriffen wird.

„Homeoffice und die Betreuung eines Kindergartenkindes ist nicht gleichzeitig auf Dauer zu bewältigen. Und auch die Alleinerzieherin, die ihren Job im Supermarkt braucht, um über die Runden zu kommen, kann ihr Kind nicht einfach mitnehmen. Auch den Kindern tut es im Hinblick auf Bildung, soziale Entwicklung und psychische Gesundheit schlichtweg gut, wenn sie unter anderen Kindern sind. Die Gründe, warum Eltern ihre Kinder während des Lockdowns in die Betreuung geben, sind vielfaltig und bedürfen jedenfalls keiner Rechtfertigung“, erklärt Mayr abschließend.