Tarife für Musikschulen zu erhöhen, ist fatales Signal an Familien

Tarife für Musikschulen zu erhöhen, ist fatales Signal an Familien

SP-Mayr und Wohlgemuth: „Land will von Gemeinden, dass Gebühren bei Kinderbetreuung nicht erhöht werden, im eigenen Bereich macht es das aber sehr wohl“

„Das Land Tirol predigt Wasser, trinkt aber Wein – den Kommunen vorzuschreiben, die Tarife für die Kinderbetreuung nicht anzuheben und selbst still und heimlich die Beiträge für die Musikschulkurse anzuheben, ist reinste Doppelmoral und zeigt einmal mehr, dass die Landesregierung kein Gespür für die Sorgen und Nöte der Familien hat“, sind Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr und SPÖ-Innsbruck Spitzenkandidat LAbg. Philip Wohlgemuth über die Beitragserhöhung bei den Musikschulen für das gerade begonnene Schuljahr bestürzt.

 

Am 15. August ging die Landesregierung medienwirksam mit der Forderung an die Öffentlichkeit, dass die Gemeinden die Gebühren für die Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen nicht erhöhen sollen. Dafür stelle sie 10 Millionen Euro als Kompensation zur Verfügung.

 

Bei den Musikschulen hingegen, deren Schulgeldordnung von der Tiroler Landesregierung festgesetzt wird, wurde die im April fixierte Erhöhung um zwei Prozent für das Schuljahr 2022/2023 nicht zurückgenommen. Zeit die Tarife von 2021/2022 beizubehalten, wäre genug gewesen.

„Musik und Sport sind neben der Schule und Familie zwei der wichtigsten sozialen Lebensbereiche für Kinder und Jugendliche. Ihnen den Zugang dazu durch erhöhte Gebühren zu erschweren, ist inakzeptabel“, fordern Mayr und Wohlgemuth, dass das Land die Erhöhung zurücknimmt. „Für viele Familien bedeuten die Erhöhungen, die Entscheidung treffen zu müssen, kann mein Kind weiterhin sein Musikinstrument erlernen oder in den Sportverein gehen, oder vielleicht keines von beidem mehr. Das gilt es jedenfalls zu verhindern“, sind sich die beiden Sozialdemokrat:innen einig, dass hier am falschen Platz gespart wird, denn die in der Schulgeldordnung erwähnten möglichen Ermäßigungen sind wieder über die Gemeinden einzubringen und nicht über das Land.